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7 Schritte, um Aufschieberitis zu überwinden

Mann der Arbeit aufschiebt

Wäre es nicht schön, wenn wir jeweils sofort alles erledigen könnten, was getan werden muss? Und wäre das nicht ein gutes Gefühl, wenn die Verpflichtungen, die wir erledigen sollten und uns belasten, bereits erledigt wären und wir uns auf das konzentrieren könnten, was uns Spass macht? Stell dir vor, all diese Aufgaben, die du aufgeschoben hast, wären bereits abgearbeitet. Wäre das nicht eine Erleichterung und dir wäre viel Gewicht von den Schultern genommen?

Die Realität ist, wir alle haben Sachen, die wir aufschieben. Manchmal braucht es Monate, bis wir damit beginnen. Wenn wir lernen diese Dinge schneller zu erledigen, beginnen wir Sachen rascher zu implementieren und erreichen unsere Ziele schneller. Was für ein gutes Gefühl das ist!

Adam Grant, Professor für Management und Psychologie an der Wharton Schule der Universität von Pennsylvania hat einen Artikel in den New York Times geschrieben, wo er erklärt, weshalb er bewusst begann Sachen aufzuschieben. Eine seiner Studentinnen, Jihae Shin, die heute Professorin an der Universität Wisconsin ist, hatte ihm erklärt, dass sie kreativer sei, wenn sie Dinge aufschiebt. Um dies zu beweisen, machte sie ein Experiment mit Studenten, die eine neue Business-Idee bringen sollten. Die eine Gruppe musste Minesweeper oder ein anderes Solitär spielen, bevor sie Ideen aufschrieb. Die andere Gruppe musste sofort Ideen aufschreiben. Die Ideen der Aufschieber-Gruppe waren 28% kreativer.

Also ist Aufschieben manchmal sogar etwas gutes. Ich selbst wende diese Methode seit Jahren an. Ich nenne es: „Ideen im Unterbewusstsein reifen lassen“. Ich lasse also mein Unterbewusstsein zuerst arbeiten und dann, ein paar Stunden oder Tage später, wenn ich mich hin setze und an der Sache arbeite, habe ich mehr Ideen. Nichts desto trotz, irgendwann müssen wir mit der Arbeit anfangen und es gibt auch Dinge, bei denen wir nicht kreativ sein müssen. Aus diesem Grund zeige ich dir die folgende Technik. Sie ist sehr einfach durchzuführen und erzielt gute Ergebnisse.

Also, du scheinst gerade etwas Zeit zu haben, sonst hättest du nicht bis hier hin gelesen. Deshalb nun keine Entschuldigungen! - Wir finden immer Entschuldigungen, wenn wir wollen. - Mache also jetzt mindestens die ersten 5 Schritte und du wirst deine Sache schon bald erledigt haben:

7 Schritte Aufschieberitis zu überwinden

Schritt 1: Denke an eine Sache, die du in letzter Zeit aufgeschoben hast. Musst du diese Sache wirklich selbst erledigen oder kannst du sie delegieren oder jemanden dafür anstellen?

Wenn ja → Sache abgeben

Wenn nein → weiter zu Schritt 2

Schritt 2: Denke an die Sache, nimm ein Blatt Papier pro Sache (Besser wäre noch, wenn du ein Notizbuch für alle Aufschiebe-Sachen hättest – Später kannst du dann sehen, was du schon geschafft hast.) Schreibe die Sache auf und schreibe das Ziel dieser Sache auf.

Schritt 3: Kannst du die Sache in Zwischenziele teilen, die machbarer scheinen? Schreibe die Zwischenziele auf.

Schritt 4: Was sind die ersten 3 Aktionsschritte? (Schreibe keine grossen Aktionen hin. Ein Telefonanruf ist bereits ein Aktionsschritt.

Schritt 5: Schliesse nun deine Augen und entspanne. (Falls du Selbsthypnose beherrschst, geh in Hypnose, es wird noch effektiver sein.) Stell dir nun vor, wie du diese 3 Dinge heute erledigst. Stell dir genau vor, wie du sie vollbringst, je realer du es dir vorstellst und je mehr Sinne du mit einbeziehst, desto einfacher wird es für dich, diese Aktionen durchzuführen. Überlege dir, wenn du diese Dinge implementieren wirst. Es sollte heute sein und SPÄTESTENS morgen! Jetzt stell dir vor, wie gut es sich anfühlt, wenn du endlich mit dieser Sache angefangen hast. Und schliesslich stell dir vor, wie gut es sich anfühlt, wenn du es ganz bewältigt hast! Fühle es und geniesse dieses Gefühl!

Schritt 6: Erledige nun die 3 Aktionen!

Schritt 7: Repetiere die Schritte 4 bis 6, bis alles erledigt ist.

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